Das Finanzkrisenquartett lässt sich sowohl als klassisches Quartett als auch als Supertrumpf spielen. Hier finden Sie die Spielanleitung für beide Varianten.
Klassisches Quartett
Ziel des Spiels in dieser Variante ist es, so viele Quartette wie möglich zu sammeln. Quartette sind 4 Karten der gleichen Kategorie - z.b. Immobilienbanken, also A1, A2, A3 und A4.
Zu Beginn des Spiels werden die 32 Spielkartenmöglichst gleichmäßig auf die SpielerInnen verteilt.
Die Spielerin, die links des Kartengebers sitzt beginnt. Sie fragt ein/e beliebige/n MitspielerIn nach einer Karte, die ihr zur Bildung eines Quartetts fehlt - z.b. “Herr Ackermann, haben Sie die Karte A2?”. EinE SpielerIn darf nur dann nach einer bestimmten Karte fragen, wenn er oder sie von dem betreffenden Quartett mindestens eine Karte in der Hand hält. Hat der oder die befragte MitspielerIn die gesuchte Karte, so muss er oder sie dem Fragenden herausgeben, und dieser darf weiterhin von seinen MitspielerInnen ihm oder ihr fehlende Karten fordern. Hat ein/e SpielerIn ein Quartett, so legt er oder sie dies vor sich auf den Tisch. Das Spiel endet, wenn alle Karten abgelegt sind.
Es gewinnt der oder die SpielerIn mit den meisten Quartetten.
Supertrumpf
Die Supertrumpfvariante ist vor allem mit Autoquartetten populär. Ziel des Spiels ist es alle Spielkarten auf sich zu vereinigen.
Zu Beginn des Spiels werden die Karten gleichmäig an alle MitspielerInnen verteilt. Jede/r SpielerIn hält seine oder ihre Karten zu einem Päckchen gestapelt so in der Hand, dass nur das oberste Blatt – und zwar nur für ihn oder sie – zu sehen ist.
Nun beginnt ein/e SpielerIn indem er oder sie eine der Unternehmensdaten (Entlassene, Vorstandsgehalt, Aktienkursverfall, Staatshilfen oder Verluste) vorliest. Die MitspielerInnen vergleichen diesen Wert mit dem ensprechenden Wert auf ihrer obersten Karte. Die SpielerIn mit dem besten (ob dies die höchsten oder niedrigsten Werte sind, bleibt den SpielerInnen überlassen) Wert erhält die Karten aller MitspielerInnen. Der oder GewinnerIn erhält die obersten Karten seiner MitspielerInnen und legt diese zuunterst zu seinem Päckchen. Nun darf er oder sie einen Wert aussuchen und vorlesen.
Bei Gleichstand - es haben zwei oder mehr SpielerInnen den gleichen Wert - werden die Karten in die Mitte gelegt und die SpielerInnen, die den besten gleichen Wert hatten, spielen eine Entscheidungsrunde unter sich aus. Der/die GewinnerIn erhält dann alle zuvor abgelegten Karten inkl. der Karten aus der Entscheidungsrunde.
Verliert eine SpielerIn alle Karten, scheidet sie oder er aus dem Spiel aus. Es ist oftmals üblich, dass SpielerInnen, die nur noch über 3 Karten verfügen, in diesem Falle alle 3 Karten anschauen dürfen und sich entscheiden dürfen, welche Karte sie nutzen wollen.
Das Spiel endet, wenn ein/e SpielerIn alle Karten gewinnen konnte. Da dies unter Umständen sehr lange dauert, ist es eventuell sinnvoll vorab eine Spielzeit zu vereinbaren. In diesem Fall gewinnt, wer nach Ablauf der Zeit die meisten Karten gesammelt hat.